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26.05.2020 12:15 Alter: 127 Tage

Das neue IfL Programm für das 2. Halbjahr 2020/21 ist da!

50 Jahre IfL - Bleibt alles anders! (H. Grönemeyer)


Verehrte Lehrerinnen und Lehrer in NRW, liebe Kolleginnen und Kollegen, 

unerwartet wurde unser Jubiläumsjahr unterbrochen. Auch wir haben als Institut in unserem 50-jährigen Bestehen noch nie eine solche Krise bestehen müssen. Und auch nach Corona ist noch nicht klar, wie der unfreiwillige Shutdown des öffentlichen Lebens unsere Gesellschaft und unsere Schulen verändern wird. Wir alle haben in diesem Jahr einen Ausnahmemodus durchlebt, in dem massiv unsere gewohnten Routinen durchbrochen und Selbstverständlichkeiten hinterfragt wurden. Bleibt nun nichts mehr, wie es war?

Das Zurückwerfen auf uns selbst unterstützt(e) indes die Klärung der Fragen: Was ist uns in unserem Leben - und Arbeiten - wirklich wichtig? und: Auf was können wir eigentlich – bleibend - verzichten? Eine neue Achtsamkeit im Umgang miteinander wird greifbar. So hat die Erfahrung des konsequenten ´social distancing´ das Bewusstsein für den Wert menschlicher Nähe ebenso gestärkt wie die des ´Homeschooling´ für den authentischen und direkten pädagogischen Umgang mit unseren Schüler/innen. 

Sicher ist, dass die Schnittstellen zwischen analoger und digitaler Kommunikation und Lehre in Zukunft breiter und durchlässiger werden. Nähe und Distanz werden in diesem Wechselspiel neu ausbalanciert. Die z.T. immer noch zögerlich begonnene Digitalisierung unseres schulischen Lebens wird einen erheblichen Schub erfahren.

Videokonferenzen, wie auch wir sie inzwischen etabliert haben, werden auch in Schule und Lehrerbildung zur neuen produktiven Selbstverständlichkeit. Das IfL wird über das vorliegende Programmheft hinaus auch kurzfristig das eine oder andere Online-Webinar im Bereich der Fort- und Weiterbildung auf den Weg bringen. Sie finden unsere Angebote über die neu installierte Kachel auf unserer Homepage.

Wir wollen uns sensibel und mit Augenmaß den veränderten Bildungsprozessen anpassen, um so auch den bleibenden Wert des zwischenmenschlichen Austauschs im Rahmen einer Präsenzveranstaltung bewusst zu bewahren.       

So kann der zeitweilige Verzicht während der Corona Krise nicht nur Verlust, er kann auch Gewinn sein. Auch wenn wir die Umrisse des Neuen momentan lediglich erahnen können. Die Bewältigung von Krisenzeiten kann einen neuen Zukunftssinn schärfen und neue Möglichkeitsräume eröffnen. Darin will auch das IfL über sein Jubiläum hinaus mitwirken.

In diesem Sinne: Bleiben wir miteinander verbunden!

Paul Platzbecker, Institutsleiter