„Demokratiebildung im Religionsunterricht?!
Herausforderungen und Perspektiven einer politisch sensiblen Religionspädagogik
In Zusammenarbeit mit dem Bistum Essen
Zielgruppen / Adressat*innen: Mitarbeiter*innen der religionspädagogischen Abteilungen der (Erz-)Bischöflichen Generalvikariate, des Katechetischen Instituts und der Dozent* innen für Theologie/ Religionspädagogik am IfL
Was bedeutet eigentlich Demokratiebildung – und welche Rolle spielt der Religionsunterricht dabei? In einer Zeit, in der populistische Parolen und extremistische Tendenzen bis in den Schulhof hineinwirken, steht die Schule besonders in der Verantwortung, demokratische Haltungen und Prozesse zu fördern. Dabei geht es nicht nur um Politik- oder Gesellschaftsunterricht, sondern ebenso um Wertebildung, kritisches Denken, Ambiguitätstoleranz und die Einübung demokratischer Praktiken im schulischen Alltag.
Der Religionsunterricht kann hierzu wesentlich beitragen: durch die Förderung von Dialog- und Urteilsfähigkeit im Sinne einer kritischen Positionalität, durch partizipative Unterrichtsformen, durch den reflektierten Umgang mit Vorurteilen und Feindbildern sowie durch die Auseinandersetzung mit existenziellen und gesellschaftspolitischen Fragen. Welche Bedeutung hat religiöse Bildung in diesem Spannungsfeld? Wie erleben Schüler*innen die Verbindung von Religion und Demokratie? Und inwiefern können Koblenzer Konsens und Schwerter Konsent neue Sensibilität schaffen?
Ziel ist es, den Religionsunterricht als Lernort für Freiheit, Gerechtigkeit und Gemeinsinn zu profilieren und Lehrkräfte darin zu stärken, junge Menschen widerstandsfähig gegen antidemokratische Tendenzen zu machen.
Die Pfingsttagung lädt dazu ein, fachliche Impulse aufzunehmen, Erfahrungen aus Schulabteilungen und Instituten kritisch auszutauschen und gemeinsam Perspektiven weiterzuentwickeln. Kulturelle Impulse und spannende Begegnungen im Bistum Essen begleiten die Tagung.
Zugleich bleibt ausreichend Raum für persönlichen Austausch.
Themenschwerpunkte:
- Theoretische Grundlagen
- Verschiedene Praxisfelder
- Religiöse Bildung und Demokratie
- Bedeutung einer transparenten Positionalität
- Umgang mit Kontroversität im RU
- Austausch und Vernetzung
| Kursnummer | 26111101 |
| Termin | Mi. 27.05.2026, 10:00 Uhr - Do. 28.05.2026, 17:00 Uhr |
| Leitung | Prof. Dr. Paul Platzbecker (IfL) |
| Referent*innen | Dr. Andreas Fisch, Prof. Dr. Paul Platzbecker (IfL) |
| Anmeldeschluss | 22.03.2026 |
| Kursort |
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| Zuordnung RRSQ | 2.6 Lern- und Bildungsarbeit |
